Schnee! / 2

21.01.16. Schnee, Frost, kalt, windig, trotzdem sehr schön.

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Im Wald
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Im Wald
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Waldweg
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Mitten im Weg liegt ein totes Huhn. Oder etwas anderes, es fehlt der Kopf. Mein Hund wollte der Sache auf den Grund gehen, durfte aber nicht.
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Dompfaffen, diesmal ein Damenüberschuss.
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Am Waldrand
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Am Waldrand

Wintergäste im Garten

Gemütliches Gemurmel von gelegentlichen leisen, etwas hohlklingenden Pfiffen unterbrochen – das müssen Dompfaffen sein. Seltene Gäste in meinem Garten, ich freue mich sehr über den Besuch. Anders der Grünfink. Sein missbilligender Blick verrät mir, dass er mein hektisches Interesse an den Dompfaffen für dick übertrieben hält.

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Das Tagewerk

imageDu hast wieder unser Frühstück vergessen. Das habe ich noch nie, Du Lump. Ich stehe auf und strahle, wenn auch noch auf Sparflamme in mich hinein. Das Frühstück ist schnell gemacht. Wir müssen raus und Du auch, die Vögel füttern. Ich weiß, also Mütze auf und hinaus. Jetzt Kaffee, seid still. Jetzt Arbeit. Du musst nicht arbeiten. Muss ich doch, allein Du kostest einen halben Lohn. Ich bin mit mir zufrieden. In das ewige Buch, auf die Haben-Seite trage ich „selbstlos“ hinzu. Warum nicht, stehe ich mal vorm Jüngsten Gericht, wird die beschönigte Selbsteinschätzung nicht meine größte Sünde sein. Ich lache wieder, bin gut gelaunt. Ich lege eine Pause ein, wir drehen eine Runde. Und dann, Ruhe, Ihr zwei, Matlock läuft. Kennen wir schon auswendig. Ich auch, gebe ich ausgelassen zu. Wieder Arbeit, dann ist Schluß. Jetzt ein wenig aufräumen. Vier braune Augen, zwei Bernsteine, zwei Haselnüsse folgen dem Mopp. Habt alles gut im Blick, nicht wahr? Hab‘ ich so eingerichtet. Alles in die Küche, es wird gekocht. Du musst so kochen, dass viel herunterfällt. Glaubst Du, dass weiß ich nicht, Herrgott, was da schon alles herunterfiel. Draußen wird es dunkel, wir gehen raus, ich spiele mit dem Taschenlampenlicht, wir sind schließlich allein. Das Tagewerk ist fast vollbracht. Gute Nacht noch und in den Schlaf hinterm Ohr und am Bauch kratzen.

War es viel, war es wenig? Oder reicht es, am Ende des Tages einfach zufrieden zu sein? Im Advent verlange ich irgendwie nicht mehr.

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Die Weltpolitik im Gartenlicht

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Der Bilderberg tagt wieder, sagte meine Freundin, nachdem wir das Thema Hunde – sie zwei, ich ebenfalls zwei – abgeschlossen hatten. Ahmmm, wie, schon wieder, war es mir als Antwort wert. Ist klar, was dabei herumkommt, legte meine Freundin wissend nach. Ja, ja, bestätigte ich unwissend. Ich dachte an Loriot. Und fragte mich, wer macht denn nun die Weltpolitik? Ich fürchte, u.a. meine Freundin und ich. Ich gehe lieber in den Garten, es gibt ein schönes Licht.

Vögel im Garten/3

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Eine Amsel im Winter.

storch

Ein Storchenjunges vom Sommer’14. Dieses Jahr gab es keinen Nachwuchs. Es wurde lange um das Nest gekämpft, vielleicht blieb dann nicht ausreichend Zeit für eine Familiengründung. Möglich auch, dass die Jungen den mörderisch heißen Sommer nicht überlebten.

specht

Eine Walnuss für den Specht.

spatzen

Nie allein, immer zusammen. Die Feldsperlinge.

jungergruenfink

Ein junger Grünfink.

futterhaus

Nie allein, immer zusammen/2.

Birdy

podlot

Im Frühling. Ich weiß nicht wie lange Birdy an dem Fassring schon klammerte, als ich ihn entdeckte. Seine Lage misslich, sein Vogelgesicht sprach Bände. Schließlich fasste er sich ein Herz, sprang und schaukelte, links rechts federleicht zu Boden. Zerzaust, entsetzt, aber heile gelandet. Birdy und ich hatten einen schönen Tag. Er hat zu fliegen gelernt und ich, dass es nichts als viel Mut dazu braucht.