Der Wald. 1.5.´16

Es ist heute der 1. Mai. Wie ein Meer des Lebens ergiesst sich der Frühling in die Erde,
der weisse Blütenschaum bleibt an den Bäumen hängen. Es ist ein schöner Tag.  (Heinrich Heine)

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Sie wünschen?

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Der Hund mit der Blume im Hundehaar wird doch nicht … Doch, er gibt eine Bestellung auf. Von der Karte die Nummern 1 bis 4, werft alles in einen Topf, wenn ich bitten darf. Wir sind nicht so ein Restaurant, maunzt ihm gereizt der rothaarige Kater auf den Kopf. Dem Hund schwellen die Backen an … jetzt geht es dem Kater an den Kragen. Ein Luftballon? Oh! An die Küche, schnurrt der Kater jetzt freundlich gestimmt, einmal 1 bis 4, durcheinander, kein Besteck, der Gast wünscht es so!

Mensch und Tier, ein ungleiches Gespann. Der Mensch, ob von seinen Fantastereien getragen – ich wollte Dr. Dolittle sein – oder einfach nur gleichgültig, ist meistens doch von seiner Überlegenheit überzeugt. Und das Tier sitzt so oder so am kürzeren Hebel. Hier ein sehr schöner Text von Stephanie https://klunkerdesalltags.wordpress.com/2016/02/08/tiere/ ich fühlte mich inspiriert 🙂

 

 

Versumpft

imageLange, lange hatte ich auf meine ersten Gummistiefel gewartet. Bis dahin machte ich brav und stiefellos um alle Tümpel einen großen Bogen. Und dann hatte ich sie, sie standen auf dem Tisch, meine Größe, für mich. Ich zog sie an und lief zu den Pfützen hinaus. Endlich Matsch, Sumpf, Morast. Ich bekam Flügel, sprang mit Wucht in den Matsch hinein. Ich kann über den Sumpf fliegen, dachte ich, bis ich samt den neuen Stiefeln im breiigen Boden versank. Kein vor, kein zurück. Ich bin keiner, der gleich Panik schiebt, aber wenn mich nicht bald einer hier stehen sieht, dann weiß ich nicht. Man zog mich raus. Meine Stiefel! Rettet auch sie!

Übermut, Höhenflug, tiefer Fall. Ich dachte … aber nein, selbst wenn man Zauberstiefel trägt ist man davor nicht gefeit.

Schnee! / 2

21.01.16. Schnee, Frost, kalt, windig, trotzdem sehr schön.

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Im Wald
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Im Wald
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Waldweg
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Mitten im Weg liegt ein totes Huhn. Oder etwas anderes, es fehlt der Kopf. Mein Hund wollte der Sache auf den Grund gehen, durfte aber nicht.
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Dompfaffen, diesmal ein Damenüberschuss.
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Am Waldrand
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Am Waldrand

Wintergäste im Garten

Gemütliches Gemurmel von gelegentlichen leisen, etwas hohlklingenden Pfiffen unterbrochen – das müssen Dompfaffen sein. Seltene Gäste in meinem Garten, ich freue mich sehr über den Besuch. Anders der Grünfink. Sein missbilligender Blick verrät mir, dass er mein hektisches Interesse an den Dompfaffen für dick übertrieben hält.

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Zuviel

sterndoldeWas könnte ich hergeben mit leichter Hand? Jacken, Pullis, Kleidung aller Art, zusammen etwa einen Sack voll oder zwei. Tassen, Teller, Schüsseln, Schalen, Vasen, Töpfe, Geräte, Handys, Toaster, Eierkocher, selbst Waschmaschinen habe ich zwei. Etliche Quadratmeter könnte ich abtreten. Ferner Teppiche, Bettwäsche, Tischdecken und Tische auch. Ich habe noch viel mehr wertlose Fracht. Aber draußen kann es mir nicht genug sein. Nicht genug Bäume, Grün, Winter meinetwegen, Blumen, Luft oder Tierspuren im Schnee. Ein Zuviel kann zweierlei bedeuten, eine mannigfaltige Pracht, aber auch nichts als unnütze Last.

Das Tagewerk

imageDu hast wieder unser Frühstück vergessen. Das habe ich noch nie, Du Lump. Ich stehe auf und strahle, wenn auch noch auf Sparflamme in mich hinein. Das Frühstück ist schnell gemacht. Wir müssen raus und Du auch, die Vögel füttern. Ich weiß, also Mütze auf und hinaus. Jetzt Kaffee, seid still. Jetzt Arbeit. Du musst nicht arbeiten. Muss ich doch, allein Du kostest einen halben Lohn. Ich bin mit mir zufrieden. In das ewige Buch, auf die Haben-Seite trage ich „selbstlos“ hinzu. Warum nicht, stehe ich mal vorm Jüngsten Gericht, wird die beschönigte Selbsteinschätzung nicht meine größte Sünde sein. Ich lache wieder, bin gut gelaunt. Ich lege eine Pause ein, wir drehen eine Runde. Und dann, Ruhe, Ihr zwei, Matlock läuft. Kennen wir schon auswendig. Ich auch, gebe ich ausgelassen zu. Wieder Arbeit, dann ist Schluß. Jetzt ein wenig aufräumen. Vier braune Augen, zwei Bernsteine, zwei Haselnüsse folgen dem Mopp. Habt alles gut im Blick, nicht wahr? Hab‘ ich so eingerichtet. Alles in die Küche, es wird gekocht. Du musst so kochen, dass viel herunterfällt. Glaubst Du, dass weiß ich nicht, Herrgott, was da schon alles herunterfiel. Draußen wird es dunkel, wir gehen raus, ich spiele mit dem Taschenlampenlicht, wir sind schließlich allein. Das Tagewerk ist fast vollbracht. Gute Nacht noch und in den Schlaf hinterm Ohr und am Bauch kratzen.

War es viel, war es wenig? Oder reicht es, am Ende des Tages einfach zufrieden zu sein? Im Advent verlange ich irgendwie nicht mehr.

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Vögel im Garten/3

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Eine Amsel im Winter.

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Ein Storchenjunges vom Sommer’14. Dieses Jahr gab es keinen Nachwuchs. Es wurde lange um das Nest gekämpft, vielleicht blieb dann nicht ausreichend Zeit für eine Familiengründung. Möglich auch, dass die Jungen den mörderisch heißen Sommer nicht überlebten.

specht

Eine Walnuss für den Specht.

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Nie allein, immer zusammen. Die Feldsperlinge.

jungergruenfink

Ein junger Grünfink.

futterhaus

Nie allein, immer zusammen/2.