Let it snow, let it snow …

Der erste Schnee 2018.

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Kleider machen Leute

 

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Ich habe eine Freizeithose, die nicht ausbeult an. Sie ist ausgebeult an den Knien, hinten auch. Dazu trage ich weiße Socken mit Glitzersternen in blau drauf, die Fersen durchgescheuert. Dazu schließlich einen Pulli aus gerupftem Polyesterteddybärfell – oder etwas was dem ähnelt sehr! Der Hund nickt anerkennend, ihm gefällt die Kleiderwahl. Unsportlich leger, wir bleiben zuhaus. 

Schlechte Manieren

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Mama, Papa, Pudel spazierten im Park, eine Bilderbuchfamilie, kein Zweifel daran. Der Zusammenhalt an der dreifachen Dauerwelle gut erkennbar, unterschiedlich in der Farbe wenngleich, einmal rabenschwarz, eichhörnchenbraun und honiggelb der Pudel selbst. Sie machten kleine Schritte und benahmen sich im Allgemeinen sehr gesittet im Park. Oh, eine Bank! Wollen wir uns setzen? Sie taten das, der Pudel seufzend, er ginge wohl lieber weiter voran. Wir zwei kamen immer näher heran. Die Leine spannte sich, spitzdünnes Gezeter brach auf unserer Seite des Weges aus, bankseits blieb man ruhig, entspannt. War das nötig, fragte ich missgestimmt danach, mein Hund schwieg sich dazu ausgedehnt aus. Er beschleunigte wie mir schien freudig, als ich sagte, so, jetzt gehen wir nach Haus. Ist wie es ist, Familie sucht man sich nicht aus. 

Ein Wintergast, …

… der bis zum Frühling blieb. Bambi – mein schwieriger Pflegehund. So schwer es mir anfangs fiel einen Hund, der nicht mein Sternchen, nicht mein großer Schatz war in meiner Nähe zu haben, so tränenreich wird die Trennung sein. Auf sie wartet schon ein neues Zuhause, es dauert noch ein Weilchen, bis sie dort einziehen kann.

 

Im Garten/25.05.16

Herrgott, richte es so ein,
daß es täglich von Mitternacht bis drei Uhr früh regne,
aber langsam und warm, weißt du, damit es einsickern kann;
doch soll es dabei nicht auf die Pechnelke, das Steinkraut, Sonnenröschen,
den Lavendel und andere Blumen regnen,
die dir in deiner unendlichen Weisheit als trockenliebende Pflanzen bekannt sind – wenn du willst, schreibe ich es dir auf ein Blatt Papier auf;
ferner soll die Sonne den ganzen Tag über scheinen,
aber nicht überallhin (zum Beispiel nicht auf den Spierstrauch und Enzian,
noch auf Funkie und Rhododendron) und auch nicht zu stark;
dann möge es viel Tau und wenig Wind geben,
genug Regenwürmer, keine Blattläuse, Schnecken und keinen Mehltau,
und einmal in der Woche
verdünnte Jauche mit Taubenmist regnen.
Amen.

Karel Čapek aus: Das Jahr des Gärtners

Im Garten / 15. April ´16

„Was muss man lange zwitschern bis der Frühling endlich kommt, sagte der Spatz“ (Karel Čapek)

Feuer zieh!

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Wir sitzen am Kamin, schauen ins Feuer. Leb´ wohl, Winter! Geh!
Ich: Wünsch´ dir was!
Hund1: Feuer zieh! Steige auf! Drachenköpfig, flammenwerfend, zischend, speiend. Ich habe die Macht, das verkünde, sie sollen vor Furcht erstarren!
Ich: Ganz du selbst, jaaa
Hund1: Jetzt du
Ich: Feuer zieh, wüte, zerstöre, verbrenne, zieeeeh …
Hund2: Feuer zieh … ??!!
Ich: … damit jeder im Dunkeln ein Licht sieht
Hund2 nickt. Wir schauen ins Feuer, in die wärmenden Flammen, so ist es gut, die Bitterkeit schwindet, man muss die gewaltige Kraft zähmen.

Die Rückkehr des Winters `16

14. März ´16. Der Winter gibt nicht auf, Beweisfotos vom heutigen Morgenspaziergang. Korrektur: Es soll 15. März heißen. Anscheinend habe ich den gestrigen Tag verschlafen.