Niko

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Ich war fünf als Niko in mein Leben trat. Niko war elf, drahtig, auffällig, wo er ging, wo er stand. Niko, Niko, rief man ihm laut nach. Laut wie später er selbst, wenn er Wodka trank und mit leeren Wodkaflaschen um sich warf. Später. Damals aber zog er den Schlitten auf dem ich saß über den zugefrorenen See. Er zeichnete Kringel, ich piepste dünn lauf Pferdchen, lauf … er stimmte kräftig mit ein. Danke, unter Tränen. Ich hörte von Schlägereien, Knochenbrüchen, Delirien, ausgeschlagenen Zähnen. Betrunken, betrinkst du dich aufs Neue. Du weißt nicht, wer ich bin, es wirkt alles verschwommen. Ich bin längst wie der Wodkadunst einer stockblauen Nacht deiner Erinnerung entflogen.

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2 Gedanken zu “Niko

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