Geblendet

steine

Aber…, zweifelte die Braut. Nein, nein, heirate diesen Mann. Die Hochzeit fand statt. Ein Seemann, der er sein wollte, aber es nicht geworden war, ein Vater, der er sein wird, aber es zu sein nicht verstand, wurde ihr Ehemann. Die Ehe war grausam. Nein, nein, ein guter Mann. Lahm ihre Beine, die tanzen wollten, ihr Herz schlägt kaum, Augen sehen weg, der Kopf friert seine Gedanken ein. Leblos, grau, asch-, fahl-, staubgrau. Alles gefriert, hört auf zu fühlen, stirbt, zerfällt zu Staub.

Die Feier ist abgesagt. Die Goldene Hochzeit findet nicht statt, die Ehefrau verlässt das gemeinsame Haus. Mein Leben, sagt sie als Abschiedsgruß, mein Leben, das ich hinter mir lasse, ein Sack voller grauer Steine in des Monsters Bauch. Dumm. Vor 50 Jahren ließ ich mich vom Funkeln blenden.

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4 Gedanken zu “Geblendet

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