Am Fluss

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Der hoch und weit geschossene Ball fiel in den Fluss, wodurch er sich dem Fußballspiel, das zwischen den Klassen 4a und 4b zu geschehen hatte, entzog. Du Idiot, selber Idiot, dem Ball hinterher! Jemand hatte einen guten Plan und rief, dass man sich vorne an der Flussbiegung aufstellen soll, er blieb ungehört. Wir alle rannten am steilen Ufer entlang, manche hangelten sich an den Sträuchern zum Flussbett hinunter, andere stocherten blind mit langen Stöcken ins Wasser hinein. Die meisten schrien nur laut oder stritten bereits, angesichts des drohenden Ballverlustes, um die Wertung des Spiels. Der Ball, der Ball. So spielten wir damals am Fluss.

Was wäre, wenn. Manchmal kehrte der Ball ins Spiel zurück, manchmal riss ihn der Fluss mit sich fort. Es geschah, was zu geschehen hatte oder es nahm stattdessen das Ungeschehene – was nun geschah – seinen Lauf. Was wäre, wenn? Ich halte mich damit nicht auf. Es ändert doch nichts.

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4 Gedanken zu “Am Fluss

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